Manchmal....

Manchmal hängst du in der Luft
kein Boden mehr unter den Füssen
dir sind die Hände gebunden
du kannst nichts tun - nur noch aushalten
was du dir da eingebrockt hast
was andere dir antun
oder was dir vom Schicksal zugemutet wird.

Es fühlt sich an wie Sterben
und da stirbt auch etwas
eine Hoffnung oder ein Traum
die Zukunftsperspektive im Beruf
die Illusion selbstverständlicher Gesundheit
die Liebe zu einem auf den du dich verlassen hast
wie soll das Leben nach diesem Sterben weitergehen?

Niemand hindert dich daran zu hadern
zynisch und verbittert auf die Welt zu starren
die sich zu deinen Füssen ausbreitet
und die du beschreiten könntest
wenn man dich nicht aufs Kreuz gelegt hätte
wenn du nicht vernagelt und festgenagelt wärst
wenn sich nicht die ganze Welt gegen dich verschworen hätte.
Alle haben sich abgewandt - bis auf einen
und den brauchst du nicht in der Menge zu suchen
er ist schon da gleich neben dir
du siehst ihn wenn du den Blick wendest
er teilt deine auswegslose Lage und Verlassenheit
er fragt nicht nach deinem Selbstverschulden
er schaut nicht im Zorn oder vorwurfsvoll zurück.
Er steigt nicht herab und kommt nicht gross raus
legt keinen bühnenreifen Auftritt hin
er schenkt dir ein Wort an dem du dich festhalten kannst
Paradies - dieser Urzustand der Verbundenheit
Einklang zwischen Gott und seinen Geschöpfen
reines Sein ohne Bedingung, Berechnung und Begehren
heute noch leuchtet es auf - wenn du mit ihm in Dialog trittst.
Regina Groot Bramel


Einen guten Start in die kommende Woche
Christa Niederöst

































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