Zum Fehltritt stehen

Wir alle leben in Beziehungen: In der Familie, in der Schule, mit Freunden oder in einem Verein. Wo Menschen zusammenleben, entstehen Meinungs-verschiedenheiten, passieren Ungerechtigkeiten und Fehler. Wir machen uns dadurch bewusst oder unbewusst schuldig. Das erleben wir immer wieder im Alltag.

Ich kann eine Tat, eine Lieblosigkeit, einen Fehler, eine Ungerechtigkeit nicht ungeschehen machen. Aber ich kann umkehren. Ich kann zu meinem Fehltritt stehen, um Verzeihung bitten, im besten Fall Vergebung erfahren und am Schluss Versöhnung erleben.

In der 4. oder 5. Klasse werden die Kinder im Religionsunterricht auf das Sakrament der Versöhnung vorbereitet. Der Versöhnungsweg, welcher die Kinder mit einer Vertrauensperson in der Kirche begehen, lädt zum persönlichen Gespräch ein. Das persönliche Gespräch soll das, was über längere Zeit geschehen ist, zusammenfassen und vertiefen. Sorgen, Ängste und Nöte werden in einem besonderen Rahmen vor Gott getragen. Im anschliessenden Gottesdienst feiern wir, dass Versöhnung ein Geschenk Gottes ist, der uns annimmt und begleitet in unserem Leben so wie wir sind.